Christmas Magic

Ich liebe die Weihnachtszeit!

Ich spüre die Magie dieser Zeit, das Glitzern, das funkelt, hinter Allem was ist. Das die heilige Dunkelheit unterwebt. Es ist in der Tat eine heilige Zeit. Die Zeit, in der sich die Tore öffnen und so manches möglich ist.

In einer der indigenen Traditionen, in der ich lange gegangen bin, gibt es ein kraftvolles Ritual. Wir Frauen machen es, jeden Monat, am Beginn unserer Blutung – die 13 Gebete des Mondgürtels. Sobald der erste Tropfen fließt, ziehen wir uns zurück in unsere Stille und knüpfen 13 Beutelchen mit Tabak, in die wir unsere Absichten setzen, unsere 13 Samen für die Zeit, die da kommt.

Es ist kein Zufall, dass wir das genau an diesem Moment von unserem monatlichen Zyklus machen. Dieser Moment ist sehr besonders. Es ist, wenn wir hinabsteigen in das Reich unserer Mutter Tod. Die Vibration von Abschluss ist in uns, die Eizelle wurde nicht befruchtet und findet, gemeinsam mit dem Blut, das potenziell in unserer Gebärmutter ein neues Menschenleben nähren hätte können, ihren Weg zurück in die Umarmung von Mutter Erde – der wir rituell unser Blut zurück geben. Hier geben wir Ruhe, lassen wir los. Es gibt nichts zu tun, nur zu erlauben. Dass gemeinsam mit dem Blut all das geht, dessen Zeit in uns vorbei ist. Es ist die Vibration des Todes, der Dunkelheit und der Magie. Die Zeit, in der sich die Tore öffnen und so manches möglich wird.

Deshalb nutzen Frauen auf der ganzen Welt diesen besonderen Moment, um sich mit der Kraft ihres Zyklus zu verbinden. Wir nutzen sie bewusst, um mit ihr in Einheit mit dem Leben zu fließen und es so ganz klar mitzukreieren.

Was das mit Weihnachten zu tun hat? Nun, alles!

Wir leben den Zyklus im Zyklus. Den Monatszyklus im Jahreszyklus. Es ist eins und das gleiche. So wie oben, so auch unten, so wie innen, so auch außen, so wie im Kleinen, so im Großen.

Es ist die gleiche Vibration des Todes, der Verwandlung. Die Dunkelheit der kürzesten Tage im Jahr, der großen Kälte, in der sich die Natur in sich zurückzieht und hinabsteigt in das Reich von Mutter Tod. Kurz bevor das Licht wiedergeboren wird und alles von Neuem beginnt. Wo die Tore zwischen den Welten sich öffnen.

Und was wünschst du dir zu Weihnachten? In anderen Worten, welche Samen willst du setzen in dieser ganz besonderen Zeit? Welche Absicht für dein Leben? Und schau, hier haben wir sie wieder, die 13 Gebete. Vielleicht kennst du das Ritual der 13 Wünsche für die Raunächte.

Mein Tipp?

Setze deine Samen mit Bedacht. Was in dieser Zeit mit Herz und Verstand gesät wird, geht auf und gestaltet dein Leben. Geh tief, gib dich nicht mit dem oberflächlichen will will deines Minds zufrieden. Geh tief und mach 13 Gebete daraus.

Geh in dich, nimm dir Zeit für die Stille und beschenke dich wahrhaftig, indem du der wahren Sehnsucht in deinem Herzen lauschst. Hier spricht deine Seele zu dir, dein wahres Selbst.

Was will das Große Ganze, das Leben von dir, durch dich, in diesem neuen Jahr?

Gehe tief und erlaube dir, deine kühnsten Träume zu erlauschen, zu sehen, zu spüren, und setze eine kraftvolle Absicht, dass du deinen wahren Wünschen treu bist.

Tiefe Zufriedenheit kommt von der Erfüllung deiner Seelenwünsche.

Das Leben feiert.

Gesegnete Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr!

Margit Agam Agadh

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